DaZ-Schüler besuchen den Friedhof
Kurz vor den Herbstferien unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Deutsch-als-Zweitsprache-Gruppen (DaZ) der Grund- und Mittelschule einen besonderen Lernortbesuch auf dem örtlichen Friedhof.
Viele Menschen verbinden die Herbstferien heute vor allem mit Halloween. Im Unterricht erfuhren die Schülerinnen und Schüler jedoch, dass die Herbstferien in Bayern ihren Ursprung in den christlichen Festen Allerheiligen und Allerseelen haben. Diese Tage stehen traditionell im Zeichen des Gedenkens an Verstorbene und haben eine lange Bedeutung in der christlichen Kultur.
Um diese Traditionen besser zu verstehen, besuchten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam den Friedhof. Dort wurde erklärt, warum Menschen Gräber pflegen, Kerzen anzünden und Blumen niederlegen. Außerdem sprachen die Lehrkräfte über die Bedeutung von Allerheiligen und Allerseelen sowie über unterschiedliche Formen des Gedenkens in verschiedenen Religionen und Kulturen.
Besonders spannend war für die Schülerinnen und Schüler der Vergleich mit den Bräuchen aus ihren Herkunftsländern und Glaubensgemeinschaften. Dabei wurde deutlich, dass das Erinnern an Verstorbene in vielen Religionen und Kulturen eine wichtige Rolle spielt, auch wenn die Traditionen unterschiedlich gestaltet werden.
Der Ausflug bot den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, nicht nur etwas über die christliche Kultur und regionale Traditionen zu lernen, sondern auch ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. So wurde der Friedhof zu einem Ort des interkulturellen Austauschs und des gemeinsamen Lernens.
Die Grund- und Mittelschüler beteiligten sich mit großem Interesse an den Gesprächen und erhielten wertvolle Einblicke in die religiösen und kulturellen Hintergründe der bevorstehenden Feiertage.
Text und Foto: Jürgen Dietl
